Der Zivilisationsgrad einer Gesellschaft, läßt sich daran messen, wie diese mit Ihren Mitgeschöpfen umgeht!
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BIB stellt ihre Arbeit auf einem Fachgespräch im Deutschen Bundestag dar Das ist ein voller Erfolg unserer Arbeit! Am Montag, 19. April, sind Dr. Hans-Peter Ammann und Klaus Richter eingeladen zu einem Fachgespräch im Deutschen Bundestag. Thema: Bauernhöfe oder Agrarfabriken? Wege zu einer artgerechten Nutztierhaltung. In zwei Einführungsreferaten sollen sie über das folgende Thema berichten: Agrarfabriken in der Nachbarschaft - Was bedeuten Massentierhaltungsanlagen für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort? Wir freuen uns, dass wir nach vielen Gesprächen mit Landes- und Kommunalpolitikern nun auch unsere Belange in einem größeren Rahmen darstellen können. Im Anschluss an die Einführungsreferate wird Dr. Rainer Hagencord von der Uni Münster, den wir erst kürzlich zu unserer Podiumsdiskussion in der Landwirtschaftsschule eingeladen hatten, den Impuls für eine Podiumsdiskussion mit prominenten Teilnehmern geben. So werden der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Wolfgang Apel, Eckehard Niemann, der Sprecher des Netzwerkes „Bauernhöfe statt Agrarfabriken“, Paul Wesjohann, Mitinhaber der Wiesenhof-Gruppe, Deutschlands größtem Hähnchenfleischverarbeiter (1,27 Mrd. Umsatz mit 35 Tochterfirmen), Jochen Dettmer, der Bundesgeschäftsführer von Neuland und BUND-Agrarsprecher sowie Bärbel Höhn, die stellvertretende Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag miteinander diskutieren. Nach einer Pause geht es um die Rahmenbedingungen für eine artgerechte Nutztierhaltung. Hier sollen ein alternatives Haltungsmodell vorgestellt und der planerische Rahmen der Nutztierhaltung diskutiert werden. Als Referenten stehen hier Prof. Dr. Söfker von der Uni Bonn und Stephan Keller, der Beigeordnete des Städte- und Gemeindebundes NRW, zur Verfügung. Ein hochrangig besetztes Forum, das sicher seinesgleichen sucht. Die Einladung hierzu erfolgte durch Friedrich Ostendorff, MdB, den agrarpolitischen Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen, der schon mehrfach unsere Veranstaltungen besucht hat und unsere Arbeit offensichtlich schätzt. Die BIB dankt ihm für diese Einladung. Im Gegensatz zu vielen Politikern der anderen Parteien, mit denen wir auch diskutiert haben und die versprachen, unsere Belange „weiterzuleiten“, zeigt dies, dass er unser Anliegen wirklich ernst nimmt und ihm einen Rahmen gibt, in dem die Probleme diskutiert werden können! Zusammen mit einer kleinen Delegation der BIB werden Klaus Richter und Dr. Hans-Peter Ammann sich nun auf den Weg nach Berlin machen.  Â
Eine rundherum gelungene Veranstaltung  An Dutzenden von Schaufenstern, Treffpunkten und Veranstaltungsplakaten in Billerbeck und den umliegenden Ortschaften prangte unser grünes Plakat mit der blauen Weltkugel in der Mitte und der Aufschrift Podiumsdiskussion zur Frage "Wie viel Fleisch erträgt die Welt?" Alle Parkgelegenheiten rund um die Landwirtschaftsschule waren am 10.3. ab halb sieben belegt, viele mit Fahrzeugen aus Nachbarkreisen. Treppenaufgang und Vorraum der Alten Landwirtschaftsschule boten ein einmaliges Bild: Naturfreunde, Tierschützer und Ökobauern hatten ihre Stände und Plakatwände mit anschaulichen Fotos und Begleittexten aufgebaut, künstlerisch gestaltete Papierhennen und eine Buchausstellung stimmten die Besucher auf das Kernthema des Abends ein. Wie zu Zeiten der Studentenbewegung war der große Saal der Landwirtschaftsschule am Abend des 10. März gefüllt mit mehr als 170 interessierten Zuhörern. Eine eindrucksvolle Powerpoint-Präsentation führte die Wartenden in die Thematik ein. Schon der erste Vortrag über die biblischen und religiösen Aspekte des richtigen Zusammenlebens mit der Tierwelt machte allen Anwesenden deutlich, wie weit sich die derzeit gängige Landwirtschaft von einer humanen und christlich-ethischen Denkweise entfernt hat. Schlimmer noch: Dr. Bunzel zeigte in aller Deutlichkeit die negativen Folgen der Intensivtierhaltung und des hemmungslosen Fleischkonsums für die Welternährung, für die lokale Wirtschaft in Entwicklungsländern und für die Zukunft der bäuerlichen Familienbetriebe bei uns auf. Immer ernster wurden die Gesichter der anwesenden Bauernvertreter; etlichen merkte man an, dass sie ins Grübeln kamen. Noch konkreter stellte Claudia Leibrock an mehreren praktischen Beispielen dar, wie wenig von den traditionellen Werten der Landwirtschaft bei dieser Wirtschaftsform übrig geblieben ist. Sie zeigte die möglichen Auswege und Alternativen glasklar auf. Eine ökologisch wirtschaftende Landwirtin aus Altenberge stellte ihre Arbeitsweise vor und sensibilisierte alle für ein geändertes Verbraucherverhalten. Ein neunzigjähriges Nabu-Mitglied aus Burgsteinfurt berichtete aus seiner Naturbeobachtung seit 1930, er beklagte, wie stark der Naturraum des Münsterlandes in den letzten Jahrzehnten unter der profitorientierten Landwirtschaft zu leiden hatte. Der agrarpolitische Sprecher der Grünen im Bundestag ergriff das Wort und wies darauf hin, dass die etablierten Parteien diese kritikwürdige Form des Wirtschaftens unterstützen und sogar noch ausbauen wollen. So z.B. Ministerin Aigner "Wir wollen Fleischexporteur Nr. 1 werden." Er lud zu einer Veranstaltung seiner Partei zu diesem Sachverhalt im Berliner Parlamentsgebäude ein. Die Fragen aus dem Plenum waren eindeutig: Was sagt die Bibel zum Schlachten ? Wer steckt alles hinter Monsanto? Sind Kleinvolieren für Hennen eine wirkliche Verbesserung? Wie lange werden die hiesigen Masthähnchenanlagen rentabel bleiben? ...... Mit großer Zufriedenheit über das Gelingen der Veranstaltung bedankte sich Dr. Peter Ammann als Sprecher der Bürgerinitiative bei allen Beteiligten und Organisatoren.    Â
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*Einladung zur Podiumsdiskussion am 10. März 2010* „Wie viel Fleisch erträgt die Welt?“ - Diese Frage stellen sich viele Menschen angesichts der momentan expandierenden Anlagen zur Massentierhaltung in unserer Region. Wir Mitglieder der Bürgerinitiative für die Werterhaltung der Region Billerbeck (BIB) wollen mit der Veranstaltung am Mittwoch, dem 10. März 2010, eine neue Facette der Problematik beleuchten. Was sagen Vertreter der Kirchen zu einer Tierhaltung, bei der das Lebewesen in erster Linie als Produkt gesehen wird, das, kostengünstig hergestellt, notdürftig durch Gesetze geschützt, auf die Märkte der Welt geworfen wird? Wer gewinnt, wer verliert in diesem Spiel? Darf der Mensch so mit Mitgeschöpfen umgehen? Welche Folgen hat der hohe Fleischkonsum unserer Gesellschaft? Kann alles so weiter gehen? Spannende Antworten erhoffen wir uns von den drei eingeladenen, renommierten Experten. Zum einen wird Dr. Rainer Hagencord zu uns kommen, der 2009 unter großer Beachtung der Medien das Institut für Theologische Zoologie an der Universität Münster gegründet hat. Weiterhin erwarten wir Dr. Rudolf Buntzel, den Beauftragten für Welternährungsfragen des Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED) aus Berlin. Er hat neben anderen Veröffentlichungen das Buch „Das globale Huhn“ verfasst, das auch uns klar gemacht hat, dass die in Billerbeck produzierten Hähnchen viel mit dem Hunger in Afrika zu tun haben. Außerdem freuen wir uns über die Zusage von Claudia Leibrock. Sie ist Referentin für Agrarpolitik und Landsoziologie und wird einen Blick auf agrarpolitische Entscheidungen sowie Alternativen in der Landwirtschaft werfen. Moderiert wird die Diskussion, die sich an drei kurze Referate anschließt, von Bernd Müller, der als Sozial- und Bildungsreferent am Institut für Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche vonWestfalen tätig ist.
Wir würden uns freuen, wenn Sie am 10. 3. 2010 unsere Podiumsdiskussion besuchen könnten. Die Veranstaltung beginnt um 19.00 Uhr in der Alten Landwirtschaftsschule in Billerbeck, Darfelder Straße 10.
Rüdiger Klebeck, Petra Nachbar, Carsten Nieberg Sprecherrat der Bürgerinitiative für die Werterhaltung der Region Billerbeck
Was passiert 2010? - Unsere Ideen für das neue JahrÂ
Billerbeck wird zur Industrielandschaft Mit Sorge sehen wir dabei die Entwicklung in Billerbeck. Scheinbar unbeeindruckt von der öffentlichen Meinung, rüsten einige Landwirte auf und bauen Großställe wohin man schaut. Der Wandel unserer schönen Kulturlandschaft in eine Industrielandschaft ist in vollem Gange. Großkonzerne im Hintergrund steuern diese auf Export ausgerichtete Produktion von Billigfleisch. Kann man das wirklich allen Ernstes als „Veredelung“ bezeichnen? Ist es nicht gerade dieser Trend zur Massentierhaltung, der viele Kleinbetriebe zur Aufgabe zwingt? Industrialisierung statt bäuerlicher Landwirtschaft? Wir sagen „nein“! Die Bürgerinitiative für die Werterhaltung der Region Billerbeck sieht ihre Aufgabe darin, hier weiter die Öffentlichkeit zu informieren und gegen diese Politik anzugehen. Schließlich wundern sich viele, warum es schon wieder mal stinkt in unserem Städtchen. Der Geruch ist dabei nur das geringste Übel. Gefährliche Keime im Feinstaub sind eine zunehmende Gefahr für den Erholungsort Billerbeck. Die jüngst gemeldete Verseuchung der Berkelquelle mit Nitrat ist dabei ein erstes Anzeichen. Leider setzt die frühere Mehrheitspartei CDU ihre Politik der bedingungslosen Förderung dieser Bautätigkeit scheinbar auch nach der Kommunalwahl fort. Kein Wunder, sitzen doch auch einige Bauherren wieder im Rat! In einem ersten Verfahren stimmte jüngst der Bauausschuss dem Bau eines Schweinestalls für knapp unter 2000 Tiere zu – mit Mehrheit der CDU und der FDP. Wir wollen wissen, wie sich die Ratsvertreter in Zukunft in solchen Abstimmungen verhalten wollen und sie zu einem Gespräch einladen.
Netzwerk gegen Agrarfabriken und für bäuerliche Landwirtschaft wächst
 Die Arbeit im bundesweiten „Netzwerk gegen Agrarfabriken“ geht voran. Der Zusammenschluss verschiedener Bürgerinitiativen versorgt auch uns mit aktuellsten Informationen zum Thema Massentierhaltung. Ein Trend ist bereits jetzt erkennbar: Das Netzwerk wächst und wächst. Immer mehr Initiativen entstehen in Deutschland und machen mobil gegen Agrarfabriken statt bäuerlicher Landwirtschaft. Wie lange noch kann die Politik diese Bewegung ignorieren? Dabei stehen die Forderungen nach Grenzwerten für Emissionen (sowie der gesetzlich vorgeschriebene Einbau von Filteranlagen) und die Änderung des Baugesetzes (Abschaffung der Privilegierung der Bautätigkeit im Außenbereich mit erweiterter Mitsprache der Kommunen) im Vordergrund.
Lokale Experten Einige unserer Experten sind mittlerweile auch schon für andere Bürgerinitiativen und betroffene Anlieger tätig gewesen. Doch nicht nur das. Auch vor der Regionalkonferenz hat Dr. med. Hans-Peter Ammann jüngst über die medizinischen Gefahren, die uns von Hähnchenmastställen drohen, referiert. Bezüglich der Bautätigkeit in Billerbeck haben wir im Fall Lürwer Einspruch eingelegt. Gleiches werden wir bezüglich der zwei geplanten Groß-Schweineställe tun. Landtagswahl 2010 Im Hinblick auf die Landtagswahl 2010 starten wir nochmal eine Informationskampagne. Wir wollen wissen, wie die Parteien zum Thema Massentierhaltung stehen und was sie über fehlende Grenzwerte bei Feinstaubemissionen aus Ställen denken. Jede Wählerin und jeder Wähler soll wissen, was sie und ihn erwartet. Was sagen die Kirchen zur Massentierhaltung?  Zwei weitere Projekte für 2010 sind die Errichtung eines Regionalmarktes in Billerbeck und eine Podiumsdiskussion zum Thema „Welche Rechte haben Tiere?“, bei der Vertreter der Kirchen das Thema Massentierhaltung einmal aus ethischer Sicht diskutieren. Sie sehen, wir haben auch 2010 noch eine Menge vor!

Unterstützer willkommen
 Dazu brauchen wir auch Ihre Unterstützung! Möchten Sie einmal an den regelmäßig stattfindenden Treffen unserer Bürgerinitiative teilnehmen? Vielleicht können auch Sie einen kleinen Beitrag zum Gelingen unserer Aktionen leisten. Mailen Sie uns, wir setzen uns mit Ihnen in Verbindung! Natürlich benötigen wir auch Geld. Die Kontonummer, unter der Sie Spenden für unsere Arbeit einzahlen können, finden Sie ebenfalls auf unserer Seite. Dank an Spender Wir danken allen, die uns 2009 mit großen und kleinen finanziellen Zuwendungen geholfen haben! Es ermutigt uns weiter zu arbeiten, da wir sehen, dass wir auch viele „stille“ Unterstützer haben! Auf ein Neues in 2010! Für den Sprecherrat der Bürgerinitiative für die Werterhaltung der Region Billerbeck
Petra Nachbar  Rüdiger Klebeck  Carsten Nieberg
Was wir wollen Â
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Als Bürgerinitiative für die Werterhaltung der Region Billerbeck setzen wir uns ein für:
• die Förderung artgerechter Tierhaltung und naturverträglicher Landwirtschaft,
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• die Perle der Baumberge als Erholungsgebiet und den Erhalt unserer attraktiven ländlichen Region,
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• einen Genehmigungsstopp für weitere industrielle Anlagen zur Massentierhaltung,
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• eine Politik, die das Interesse der Bürger an sauberer Luft, Gesundheit, Lebensqualität und unverbauter Landschaft höher bewertet als das rücksichtslose Profitstreben weniger Landwirte und der hinter ihnen stehenden Großkonzerne.
   Kleines Dorf im Münsterlande, Aulendorf am Quell der Aa, rings umrahmt von grünem Bande deiner Höhen, licht und klar. Von dem Ellerberg zu schauen ist dein Bild bezaubernd schön, friedlich liegst du in den Auen, Glockenklänge zu mir weh’n. (Strophe aus dem „Aulendorfer Lied“, 1978)  Ist es nun bald vorbei mit dieser Idylle? Ich sage nein, das ist nicht unser Wille!  Große Ställe werden künftig die Natur verschandeln, in jedem sollen vierzigtausend Hähnchen wandeln. Die Küken sind richtig süß und niedlich, ihr baldiger Tod ist aber gar nicht so friedlich. Nach sechs Wochen Dasein im dunklen Stall braten sie im Ofen, ein glasklarer Fall. Für kleines Geld gibt’s hier edle Teile, der „Rest“ geht nach Afrika nach ’ner Weile.  Vierzigtonner von auswärts in großer Zahl bringen Küken und Futter zum Riesenmaststall. Achtmal im Jahr werden die Hähnchen geholt, und was, wenn ein Laster dein Kind überrollt? Für solche Kolosse sind unsere Wege nicht gemacht, ausweichen geht nicht, wer zahlt wohl wenn’s kracht? Um sich zu retten flüchten Radler in den Graben, nein, so was müssen wir wirklich nicht haben! Und bei so viel Verkehr jahrein und jahraus, sehen die Anliegerstraßen bald verheerend aus.  Immer größer der Betrieb und auch der Gewinn, ergibt das, Herr Investor, denn wirklich Sinn? Können Sie ohne die riesigen Ställe nicht leben? Mensch und Tier müssen leiden, das bringt keinen Segen! Was würden wohl einst unsere Nachkommen sagen, wehren wir uns nicht jetzt gegen die, die uns plagen? Ein Appell an die Vernunft von Verbraucher und Mäster: Esst nicht so viel Fleisch, der Gesundheit bekommt’s besser. Zum angemessenen Preis kauft der Mensch Qualität, denkt alle an die Zukunft, noch ist’s nicht zu spät!  Anneliese Heinrich Aulendorf 25 48727 Billerbeck
   Das Wenige, was du tun kannst, ist viel, wenn du nur irgendwo Schmerz und Weh und Angst von einem Wesen nimmst. (Albert Schweitzer )  Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Deshalb möchten wir Ihnen an dieser Stelle einmal zeigen wo in Billerbeck und Umgebung Großanlagen zur industriellen Massentierhaltung vorgesehen sind, bzw. bereits realisiert wurden. große Ansicht: Â
Liebe Billerbeckerinnen und Billerbecker, unsere Stadt ist ein staatlich anerkannter Erholungsort und wirbt mit der Erlebnisregion Baumberge. In der Tat ist Billerbeck ein anziehender Wohnort mit hoher Lebensqualität. Mit Sorge stellen wir aber fest, dass der Bau von industriellen Massentierhaltungsanlagen boomt. In nächster Zeit sollen 8 neue Geflügelställe in Form von Großanlagen entstehen, so dass dann mindestens 15 solcher Anlagen vorhanden sein werden (Größenordnung: jeweils 40.000 Masthähnchen bzw. bis zu 126.000 Legehennen).  Unsere münsterländische Park- und Erholungslandschaft entwickelt sich dadurch mehr und mehr zu einer Industrie - Land - Schaft! Durch die massive Anhäufung dieser „Agrarfabriken“ kommt es zu spürbaren Belastungen und Gefährdungen für uns und unsere Region:   Gesundheitliche Gefährdung Die neuen Anlagen sind, wie die bereits vorhandenen, ohne Abluftfilter geplant. So gelangen gefährliche Feinstäube mit Kotpartikeln, Schimmelpilzen, Viren und Bakterien, die zum Teil antibiotikaresistent sind, ungehindert in die Umgebung und bis in die Stadt Billerbeck hinein. Diese Schadstoffe stellen eine ernsthafte gesundheitliche Gefährdung dar und können Asthma, Allergien sowie chronische Erkrankungen auslösen. Insbesondere Kleinkinder, immungeschwächte und ältere Menschen sind hierdurch bedroht.   Zunehmende Geruchsbelästigung Gerüche aus bäuerlicher Landwirtschaft gehören sicherlich in unsere Region. Aber durch den Bau weiterer industrieller Anlagen wird die schon jetzt entstehende Geruchsbelästigung in erheblichem Umfang zunehmen. Und gerade der beißende Gestank von Hühnerkot mit hohem Ammoniakgehalt wird als besonders unangenehm wahrgenommen.   Beeinträchtigung von Tourismus und Naherholung Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums NRW entwickelt sich das Münsterland zu einer Hochburg der Hähnchenmast. Landesweit werden nirgendwo so viele Ställe gebaut, nirgendwo sind mehr Ställe beantragt worden. Regionaler Spitzenreiter ist der Kreis Coesfeld. Dort wiederum liegt Billerbeck unter allen Städten und Gemeinden deutlich vorn. Die schöne Baumberge-Landschaft wird zersiedelt und verliert durch die stinkenden und landschaftsverschandelnden „Tierfabriken“ ihre Attraktivität und ihren Erholungswert. Durch die zunehmende Verseuchung von Luft, Boden und Wasser ist Billerbeck im Begriff, seine Auszeichnung als staatlich anerkannter Erholungsort preiszugeben.  Boden- und Grundwasserbelastung Bei der Massentierhaltung dienen die Ausscheidungen der Tiere nicht mehr als wertvoller Naturdünger, sondern die Äcker werden zur „Abfallentsorgung“ missbraucht. Durch die Überdüngung gelangt Stickstoff als Nitrat in das Grundwasser und gefährdet unser Trinkwasser. Im Münsterland wird der Grenzwert von 50 mg Nitrat pro Liter Wasser stellenweise schon jetzt um ein Vierfaches überschritten.   Landschafts- und Naturschutz Sichtbare Beispiele für die Zersiedelung unserer schönen Landschaft sind zwei Legehennenanlagen in Osthellen für insgesamt 249.000 Tiere in 6 Ställen mit Kotlager, Packhalle und betrieblichen Wohnungen. Mehrere Anlagen werden in ausgewiesenen Landschaftsschutzgebieten oder in der Nähe von schützenswerten Biotopen gebaut.   Lärmbelästigung und Verkehrsgefährdung Auf unseren Straßen kommt es zu einem erhöhten Schwerlastverkehr (Anfuhr von Küken und Junghennen, Futter, Einstreu, Abfuhr von Eiern, Schlachtgeflügel, Kadavern und Hühnerkot). Der stark zunehmende Schwerlastverkehr wird die schmalen Wirtschaftswege belasten und die Fahrrad-Touristen vergraulen.   Wertverlust von Eigentum Haus- und Grundstücksbesitzern in der Umgebung der Anlagen drohen enorme Wertverluste, denn wer möchte schon gerne in der Nähe einer stinkenden Hähnchenmastanlage wohnen? Sachverständige stufen den Wertverfall mit 20 % bis hin zu unverkäuflich ein. Schon morgen könnte auch bei uns - ähnlich wie in Havixbeck - der Bau der nächsten Anlage unmittelbar am Stadtrand beantragt werden.   Tierschutz Die „modernen Haltungssysteme“ für Industriegeflügel bieten den Tieren in keiner Weise genügend Lebensraum: Die Masthähnchen stehen dicht an dicht in ihrem Kot und können sich kaum bewegen (nach EU-Richtlinie bis zu 28 Tiere auf einem Quadratmeter). Jeder Legehenne steht in den neuen Käfigen („Kleinvolièren“) etwas mehr als die Fläche eines DIN A4-Blatts zur Verfügung. Über die tierquälerischen Haltungsbedingungen informieren Tierschutzorganisationen schon seit Jahren (www.tierschutzbund.de, www.provieh.de, www.bund.de). Demnächst sollen allein in Billerbeck jährlich über 1,9 Millionen Hähnchen unter qualvollen Bedingungen gemästet werden, wobei 100.000 Tiere bereits verendet sein werden, bevor sie ihr Schlachtgewicht innerhalb von knapp 5 Wochen erreicht hätten. Die 450.000 Legehennen werden nach einem Jahr, in dem sie 135 Millionen Eier gelegt haben, getötet. BIB - Bürgerinitiative für die Werterhaltung der Region Billerbeck So erreichen Sie uns: Rüdiger Klebeck - Petra Nachbar - Carsten Nieber E-mail:
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